Die Innenprovision ist der Teil der Maklerprovision, den der Verkäufer einer Immobilie zahlt. Sie wird fällig, wenn der Makler den Verkauf erfolgreich vermittelt und der Kaufvertrag notariell beurkundet wurde.
Während die Außenprovision vom Käufer getragen wird, bleibt die Innenprovision ein Kostenpunkt für die Verkäuferseite. Sie kann direkt im Maklervertrag geregelt werden und beeinflusst, wie die Immobilie für Interessenten attraktiv angeboten wird.
Beispiel:
Ein Haus in Kiel wird für 400.000 € verkauft, die Gesamtprovision beträgt 7,14 %. Bei hälftiger Teilung zahlt der Käufer 3,57 % als Außenprovision (14.280 €) und der Verkäufer 3,57 % als Innenprovision (ebenfalls 14.280 €).
Inhaltsverzeichnis
Unterschied Innenprovision & Außenprovision
Außenprovision Fälligkeit
Vorteil provisionsfreier Verkauf
Beim Immobilienverkauf ist die Maklerprovision ein zentraler Bestandteil - doch nicht jeder weiß, wer welchen Teil der Provision zahlt. Hier kommen die Begriffe Innenprovision und Außenprovision ins Spiel.
Was ist eine Außenprovision?
Die Außenprovision ist der Anteil der Maklervergütung, der vom Käufer gezahlt wird. Sie wird meist im Exposé oder Kaufvertrag als „Käuferprovision“ angegeben und zählt zu den Kaufnebenkosten. Die Außenprovision entsteht erst, wenn der Kaufvertrag notariell beurkundet wird und der Makler den Verkauf erfolgreich vermittelt hat.
Was ist eine Innenprovision?
Die Innenprovision ist der Teil der Maklerprovision, den der Verkäufer übernimmt. Sie gehört zu den Verkaufskosten und wird ebenfalls fällig, sobald der Makler den Kauf vermittelt und der Kaufvertrag rechtsgültig unterschrieben ist.
Die Innenprovision ist der Teil der Maklerprovision, den der Verkäufer einer Immobilie zahlt. Wichtig zu wissen ist: Die Provision wird nicht sofort bei der Beauftragung des Maklers fällig, sondern erst unter bestimmten Voraussetzungen.
Erfolgreiche Vermittlung durch den Makler
Die Innenprovision entsteht nur, wenn der Makler den Verkauf der Immobilie nachweislich vermittelt oder ermöglicht hat. Das bedeutet, er hat durch seine Tätigkeit – zum Beispiel die Organisation von Besichtigungen, die Zusammenführung von Käufer und Verkäufer oder die Verhandlung des Kaufvertrags – maßgeblich zum Vertragsabschluss beigetragen.
Notarielle Beurkundung des Kaufvertrags
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die notarielle Beurkundung. In Deutschland sind Immobilienkaufverträge nur wirksam, wenn sie beim Notar unterzeichnet werden. Erst mit dieser rechtsgültigen Beurkundung entsteht der Anspruch auf Zahlung der Innenprovision.
Viele Immobilienverkäufer fragen sich, ob sie die Maklerprovision vollständig selbst übernehmen können – also die sogenannte Innenprovision komplett tragen. Die Antwort lautet: Ja, das ist möglich, aber es gibt einige wichtige Punkte zu beachten.
1. Gesetzliche Grundlage
Seit der Neuregelung des Maklerrechts im Dezember 2020 gilt bei Wohnimmobilien (Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen) grundsätzlich die hälftige Teilung der Maklerprovision, wenn der Makler für beide Parteien tätig ist.
Das bedeutet:
- Käufer und Verkäufer zahlen in der Regel je die Hälfte der vereinbarten Gesamtprovision.
- Eine vollständige Übernahme der Innenprovision durch den Verkäufer ist jedoch gesetzlich zulässig, solange dies im Maklervertrag klar geregelt wird.
2. Vorteile für Verkäufer
Wenn der Verkäufer die Innenprovision komplett übernimmt:
- Das Angebot wird für Käufer attraktiver, da sie keine zusätzliche Provision zahlen müssen.
- Die Nachfrage kann steigen, besonders in einem hart umkämpften Immobilienmarkt.
- Verkaufsgeschwindigkeit: Immobilien, bei denen der Käufer keine Provision zahlt, werden oft schneller verkauft.
Ein provisionsfreier Verkauf bedeutet, dass der Käufer beim Immobilienkauf keine Maklerprovision zahlen muss. Stattdessen übernimmt entweder der Verkäufer die volle Maklervergütung oder es wird gar keine Provision fällig. Für Käufer ergeben sich daraus mehrere klare Vorteile.
1. Geringere Kaufnebenkosten
Beim Kauf einer Immobilie fallen neben dem Kaufpreis noch weitere Nebenkosten an, wie Notar- und Grundbuchkosten sowie die Grunderwerbsteuer. Wenn der Käufer keine Maklerprovision zahlen muss, reduzieren sich die Gesamtkosten erheblich. Das kann bei einem Hausverkauf in Kiel schnell mehrere Tausend Euro ausmachen.
2. Mehr Budget für den Kaufpreis
Da keine Maklerkosten anfallen, kann der Käufer sein Budget vollständig auf den Kaufpreis konzentrieren. Das ermöglicht es, eine höhere Immobilie zu erwerben oder finanzielle Reserven für Renovierungen und Modernisierungen einzuplanen.
3. Psychologische Vorteile
Ein provisionsfreier Verkauf wirkt oft attraktiver und transparenter, da Käufer keine zusätzlichen Kosten einkalkulieren müssen. Dies kann die Kaufentscheidung erleichtern und den Abschluss eines Kaufvertrags beschleunigen.